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Verein Feministische Wissenschaft Schweiz von 1983 bis 2008 FemWiss engagiert sich als unabhängiger Verein nach wie vor mit kompetenter Stimme für eine gendergerechte Bildungs- und Forschungslandschaft.
Studentinnen und Akademikerinnen an Schweizer Universitäten engagierten sich aktiv in Bezug auf «gesellschaftliche Machtverhältnisse», wie sie es selbst in der späteren Plattform des Vereins Feministische Wissenschaft formulierten. Als Frauen, die in ihren akademischen Instituten einer Minderheit angehörten, hatten sie ein Bewusstsein für geschlechtsspezifische Diskriminierung, welches sie für ihre wissenschaftliche Tätigkeit fruchtbar machen wollten. Am Anfang der Bewegung organisierten sie Tagungen zum Thema «Frauen und Wissenschaft» (siehe Vorgeschichte).
In einem zweiten Anlauf gründeten sie am 7. Mai 1983 den Verein Feministische Wissenschaft Schweiz. Die Mitglieder erarbeiteten die ideelle Grundlage, die so genannte «Plattform», welche die verschiedenen Positionen zusammenbrachte und legten so ein Bekenntnis zur Pluralität ab. Sechs Jahre später zählte der Verein bereits 500 Mitglieder und führte eine Sekretariatsstelle. 1993 Betrug der Anteil der Studentinnen an Schweizer Universitäten 35 Prozent und der Anteil der Professorinnen lag bei gerade einmal 2,3 Prozent. Mitte der 90er Jahren lösten sich die FemWiss Sektionen auf und der nationale FemWiss Vorstand positionierte sich klar als nationaler Akteur in Gleichstellungs- und Wissenschaftspolitik. Die Gleichstellungslandschaft professionalisiert sich ebenfalls. Neben den neu eingesetzten Frauen- oder Gleichstellungsstellen an den Hochschulen, setzte der Bund mit dem Bundesprogramm «Chancengleichheit» (2000 – 2003) erstmals Gleichstellungsanliegen systematisch durch. Nach jahrzehntelanger FemWiss-Forderung Gender Studies in der Schweiz zu institutionalisieren, konnte 2004 das Kooperationsprojekt «Netzwerk Gender Studies Schweiz» erfolgreich seine Arbeit aufnehmen. An dem Projekt partizipieren neun Schweizer Universitäten (BE, BS, FR, GE, LA, LU, NE, SG und ZH). Ziel ist es, den nachhaltigen Auf- und Ausbau eines abgestimmten gesamtschweizerischen Studienangebots in Gender Studies auf allen Stufen (BA, MA, Doktorat) sowie von Modulen innerhalb verschiedener Disziplinen voranzutreiben. Zudem wird die gesamtschweizerisch koordinierte Doktoratsausbildung im Bereich der Gender Forschung weiterentwickelt.
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